Final Scrutineering / Nachuntersuchung
Wer bei einer Rallye als Sieger über die Zielrampe fährt, ist noch längst nicht aus dem Schneider. Nach der Zielankunft steht nämlich erst noch die Nachuntersuchung an, zumindest für die erfolgreichsten Teams. Bei internationalen Wettbewerben lassen die Technischen Kommissare dazu normalerweise die Fahrzeuge der drei Erstplatzierten im Gesamtklassement sowie der Gewinner der einzelnen Klassen antreten. Kontrolliert werden Gewichte, Abmessungen und Formen verschiedener Fahrzeugteile. Häufig wissen die Kommissare schon vorher genau, wo sie suchen müssen. Entweder weil ein Team allzu auffällig geworden ist – z. B. durch im Laufe einer Rallye dramatisch zunehmendes Tempo –, oder weil die Konkurrenz einen Tipp gegeben hat. Haben die Techniker eine Trickserei entlarvt, melden sie den Fall an die Sportkommissare, die daraufhin über eine Strafe entscheiden. In den meisten Fällen wird der betroffene Fahrer aus der Wertung ausgeschlossen, je nach Schwere des Vergehens kann er außerdem auch noch seine Rennlizenz für einen bestimmten Zeitraum verlieren. Ist er selber nicht für die Technik seines Fahrzeugs verantwortlich – z. B. bei Werksautos –, wird zusätzlich das Team bestraft.